"Gut" und "gerne" arbeiten in der Jugendhilfe

Bedingungen, Belastungen, Bindung

Die Hamburger Wohlfahrtsverbände setzen auf Perspektivwechsel. Da nicht mehr einzig die Finanzierung Jugendhilfe-Angebote begrenzt, sondern auch die Menschen fehlen, von denen die Angebote leben, stellt die AGFW gemeinsam mit der HAW Hamburg die Perspektive der Mitarbeitenden ins Zentrum. Die Entwicklungen in Hamburg beleuchtend, haben sich im November 200 Kolleg*innen aus Praxis, Verwaltung und Hochschule über Möglichkeiten ausgetauscht, wie erfüllende und attraktive Arbeitsplätze aussehen könnten.

"Die Letzte macht das Licht aus!", so deutlich machte es Prof. Dr. Jack Weber und sprach von einem „widersprüchlichen sozialpolitischen Bezug“. Die Leistungen würden quantitativ ausgebaut. Dies gehe aber einher mit einer sparsamen Finanzierung und somit einem tendenziellen Abbau der Qualität der einzelnen Leistungen sowie einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen in Bezug auf Vergütung, Arbeitszeit und Sicherheit des Arbeitsplatzes.

In den Workshops der Tagung wurde einmal mehr deutlich: Wie die pädagogischen Fachkräfte ihrer Fachlichkeit in der Praxis folgen können, ist stark von den Rahmenbedingungen der Arbeitsverhältnisse beeinflusst. Die Fachtagung wurde vom breitem Erfahrungsschatz der Teilnehmenden getragen. Es wurden Grenzen formuliert (Sozial ist's, wenn wir es trotzdem machen?) und neue Ansatzpunkte für eine Jugendhilfe gefunden, in der es Spaß macht zu arbeiten.

  • 2022-11-15

Flyer_Fachtagung_Kinder-_und_Jugendhilfe_in_Hamburg_2022.pdf (225 KB)
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