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Datum: 10.9.2010 · Uhrzeit: 8:54 Uhr  
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Freie und Hansestadt Hamburg

Erster Bürgermeister

Grußwort

Im Studium musste ich einmal sehr schmunzeln über eine Definition von Aristoteles: der Mensch sei ein Wesen mit zwei Beinen und ohne Federn. Sicherlich richtig, aber war das wirklich wichtig, um zu verstehen, was der Mensch sei und wie er leben sollte?

An anderer Stelle fand ich dann eine weitere Definition:  Der Mensch, so Aristoteles, sei vor allem ein soziales Wesen.
Soziologen, Psychologen und Journalisten haben in den letzten Jahrzehnten gewaltige Tintenströme vergossen, um die Individualisierung zu beschreiben, den Siegeszug der "Me- Generation", wie man sie in den USA in den 70er Jahren nannte.

Diese Tendenz zur Vereinzelung, so zeigen die Statistiken, scheint zwar ungebrochen. Aber parallel gewinnt eine zweite Entwicklung an Boden:  Viele Menschen erkennen aus Erfahrung oder aus Instinkt, dass der Weg ins Ich das Risiko in sich birgt, in jeder Hinsicht ein Weg in die Isolation zu werden. Ein Weg, durch den der Mensch an Leib und Seele Schaden nimmt.

Denn Aristoteles hatte natürlich Recht: Wir sind soziale Wesen, erst im sinnvollen Kontakt mit anderen Menschen, im lebendigen Austausch, auch im Dasein für den Anderen können wir uns mit all unseren Bedürfnissen und Fähigkeiten, aber auch charakterlich und intellektuell optimal entwickeln.

Um zu erkennen, wer wir sind und was das Gute Leben ist, brauchen wir den Anderen, brauchen wir die Gemeinschaft.

Das Aufblühen des Stiftungssektors in unserer Stadt in den letzten Jahren und das enorme ehrenamtliche Engagement so vieler Hamburgerinnen und Hamburger sind eindrucksvolle Zeichen dafür, dass neben der Tendenz zur "Me-Generation" diese zweite Tendenz zur "Us-Generation", wenn man im Duktus bleiben will, ungebrochen ist.

Für mich ist es deshalb eine besondere Freude, wenn die Aktivoli-Freiwilligenbörse nun schon ihre zehnte Auflage feiern kann.
Sie ist ein wahres Kraftwerk des Ehrenamtes und leistet einen großartigen Beitrag für das weitere Gedeihen dieses für Hamburg so wichtigen Sektors des gesellschaftlichen Engagements.

Allen Teilnehmern, den Ausstellern wie den interessierten Besuchern, wünsche ich deshalb spannende Begegnungen und fruchtbare Gespräche.

Ich bin sicher, dass viele potenzielle Helfer Institutionen entdecken werden, in denen sie viel Gutes tun können und dass sie Aufgaben finden werden, die ihr eigenes Leben bereichern werden.

Unterschrift Ole von Beust

Erster Bürgermeister
Ole von Beust

Weihbischof im Erzbistum Hamburg

Grußwort

Liebe Leserinnen und Leser,

Freiwilliges Engagement hat in unserer Stadt und in der Kirche eine lange Tradition.
Das Ehrenamt ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Gemeinwesens und Voraussetzung wie auch Wesensmerkmal vieler Organisationen, Einrichtungen und Initiativen. Mit dem Start des Freiwilligen Zentrums im Sommer 1997 haben das Erzbistum Hamburg und der Hamburger Caritasverband dem freiwilligen Engagement einen besonderen Ort des Austausches und der Information, der Ausbildung und der Koordination gegeben.
Gemeinsam mit den Hamburger Wohlfahrtsverbänden und anderen Organisationen wurde daraufhin ein neuer Weg in der Ansprache von Menschen eröffnet, die sich für ein freiwilliges Engagement interessieren:

Die erste Börse des Ehrenamtes fand 1999 im Börsensaal der Handelskammer statt.
Damit begann die Erfolgsgeschichte der AKTIVOLI-Freiwilligenbörse. Mehr als 30.000 Menschen haben in den vergangenen Jahren die Freiwilligenbörse besucht und eine bereichernde neue Aufgabe gefunden. Das zeigt, wie viele Menschen sich für Andere und unser Gemeinwesen in Stadt und Kirche engagieren wollen, wenn sie Gelegenheit dazu bekommen

Gerne nehme ich diese Gelegenheit wahr, um den Verantwortlichen im Aktivoli-Netzwerk für ihre besonderen Verdienste um das Ehrenamt in Hamburg zu danken. Mein Dank gilt ebenso allen, die sich in ungezählten Projekten und Initiativen in unserer Stadt und in unseren Kirchen engagieren. Sie, die Besucherinnen und Besucher der 10. AKTIVOLI-Freiwilligenbörse ermutige ich, das Engagement zu suchen, das zu Ihnen passt, mit dem Sie anderen helfen und für sich eine neue Erfahrung finden können.

Den Veranstaltern wünsche ich auch für dieses Jahr viele interessierte und engagierte Besucher, viele neue Kontakte und gute Begegnungen.

Ihr

 Unterschrift Hans-Joachim Jaschke

Dr. Hans-Jochen Jaschke
Weihbischof und Bischofsvikar
im Erzbistum Hamburg

Bischöfin für Hamburg und Lübeck

Grußwort

Warum summen die Bienen?

Eine gute Idee hat sich durchgesetzt: herzlichen Glückwunsch zur 10. AKTIVOLI - Freiwilligenbörse!

Wieder werden Hunderte kommen, Frauen und Männer und Jugendliche, um zu sehen und zu finden, wo und wie sie ihre Fähigkeiten für die Gemeinschaft einsetzen können. Für einen Tag gleicht die Handelskammer am Adolphsplatz dann einem Bienenstock, zu dem man aus allen Stadtteilen herankommt: Ältere, die nicht zum alten Eisen gehören wollen, und es auch nicht tun, und Jüngere, die sich einmischen wollen in das soziale und kulturelle Leben der Stadt.
Biblisch gesagt: lauter Leute, die ihre Talente nicht vergraben wollen und die sich und ihre Nächsten, ihre Mitmenschen lieben und achten. Die mehr Freude und Fülle am Leben haben oder entwickeln wollen. Es soll den Suchenden und all den anderen in unserer Stadt wohl ergehen. Dank deshalb den Wohlfahrtsverbänden auch für dieses Engagement!

Hamburg ist bekannt für sein Mäzenatentum - die zur Freiwilligenbörse kommen, sind die Zeitmäzene.

Ich bin froh und dankbar, dass diese ehrenamtliche Bewegung sich weithin rumgesprochen hat und inzwischen viele sich daran beteiligen. Unsere Kirche und Diakonie haben von Anfang an auf das Ehrenamt gesetzt, keineswegs aus finanziellen Gründen, sondern weil dadurch Gemeinschaft begründet und gestärkt wird. So wird das alte Bibelwort umgesetzt: einer trage des anderen Last - ohne dass deswegen gestöhnt wird, im Gegenteil, sie tun es gern.

Warum, fragte das Kind, summen die Bienen?
Weil sie fröhlich sind bei ihrer Arbeit!

Auch die Ehrenamtlichen und Freiwilligen vermehren, poetisch gesagt, die Süße des Lebens.     

So wünsche ich der 10. AKTIVOLI-Freiwilligenbörse und allen Institutionen und Einrichtungen, die sich an ihr beteiligen, dass wieder gute Kontakte geknüpft werden können und dass das Jubiläum fröhlich gefeiert wird!

 Unterschrift Maria Jepsen

Maria Jepsen
Bischöfin für Hamburg und Lübeck

Grußwort von der Leyen

DER PRÄSIDENT DER BÜRGERSCHFT
DER FREIEN UND HANSESTADT HAMBURG

im November 2008

Grußwort

Hamburg ist eine Bürgerstadt und war es schon immer. Das bezeugt nicht nur der Name, den wir bis heute mit Stolz tragen. Wo man auch hinblickt: Hamburg ist geprägt durch das Engagement der Bürger für die Gemeinschaft und das Gemeinwohl. Das zeigt die große Zahl von Stiftungen, das zeigen Gebäude, die mit privaten Spenden errichtet werden, das zeigen die Vereine, Gruppen und Organisationen, in denen sich so viele Hamburgerinnen und Hamburger für ihre Mitmenschen einsetzen. Ein funktionierendes Gemeinwesen ist ohne den ehrenamtlichen Einsatz von engagierten Bürgerinnen und Bürgern nicht denkbar. Ehrenamtliche bringen Gemeinnutz und Eigennutz auf einen Nenner: Wer im Dienste anderer handelt, leistet sich selbst einen guten Dienst, denn er erfährt Freude und Dankbarkeit in seinem Tun. Der Dienst am Nächsten ist ein Geschenk, das beide bereichert: den Beschenkten und den Schenkenden!

Geben kann eine Wohltat sein, wenn die Gabe auf fruchtbaren Boden fällt. Genau hier setzt die Aktivoli-Freiwilligenbörse an. Gezielt wird der Kontakt zwischen Menschen, die sich engagieren wollen, zu Vereinen und Organisationen hergestellt, die den Einsatz Freiwilliger benötigen. Neigungen und Interessen einerseits werden mit den speziellen Bedürfnissen an Unterstützung andererseits zusammengebracht - passgenau und damit zur beiderseitigen Zufriedenheit, eben eine Win-win-Situation, wie es heute oft genannt wird.

Im Januar 2009 wird die Aktivoli-Freiwilligenbörse zehn Jahre alt - nicht nur ein Jubiläum, das es zu feiern gilt, sondern eine Grund, innezuhalten und Dank zu sagen für das Erreichte. 30.000 Hamburgerinnen und Hamburger haben die Börse der guten Tat bislang besucht. Diese Zahl allein ist eindrucksvoll. Doch wichtiger ist festzuhalten, dass jedes einzelne Projekt, dem geholfen wurde und wird, dass jeder ehrenamtliche Einsatz ein Erfolg ist für unsere Gesellschaft. Diesem Dienst für uns alle gilt es, Dank und Anerkennung zu erweisen, nicht nur anlässlich eines runden Geburtstages, sondern auch im Alltag zwischen den Jubiläumstagen. Denn "Demokratie lebt vom Ehrenamt", wie es unser erster Bundespräsident Theodor Heuss formulierte und der Bundesrepublik mit in die Wiege legte.

Allen Besucherinnen und Besuchern wünsche ich bei der zehnten Auflage der Aktivoli-Freiwilligenbörse viel Erfolg: Auf dass Sie das Projekt finden, das genau Ihre Unterstützung benötigt!

Unterschift Berndt Röder
Berndt Röder

Rathaus, 20095 Hamburg
Tel. (040) 42831-1307, Fax (040) 42831-1436

Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Hamburg e. V
und
Freiwilligenzentrum Hamburg

Michael Edele / Anja Engelke

Grußwort

10 Jahre AKTIVOLI-Freiwilligenbörsen - eine Erfolgsgeschichte! Die bisherigen neun Freiwilligenbörsen zählten mehr als 30.000 Besuche. Und das Interesse ist ungebrochen! Mehr als 70 % der Besucher/innen der letzten Börse gaben an, zum ersten Mal auf der Börse gewesen zu sein. Das heißt, die Veranstaltung der AKTIVOLI-Freiwilligenbörse bleibt nach wie vor das zentrale Ereignis, damit Sie sich informieren und Ihr freiwilliges Engagement finden können. Auf der letzten Börse gaben mehr als 80 % der Besucher/innen an, sicher oder eventuell ein bürgerschaftliches Engagement gefunden zu haben.

In diesem Jahr erwarten Sie knapp 120 Organisationen und Projekte aus den Bereichen Soziales, Kultur, Ökologie und mehr. Wenn Sie ein Ehrenamt suchen, werden Sie es heute hier finden und können sagen: "Nicht MEHR OHNE!"

Wir möchten dafür möglichst viele Bürgerinnen und Bürger gewinnen, denn Bürgerschaftliches Engagement bereichert unsere Gesellschaft! Ohne dieses Engagement wäre unsere Gesellschaft ärmer.

Auch in diesem Jahr reiht sich die AKTIVOLI-Freiwilligenbörse in eine Vielzahl weiterer Freiwilligenbörsen in Norddeutschland in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ein. Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.ehrenamt-im-norden.de

Wir - die Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Hamburg e. V., ein Zusammenschluss der Hamburger Wohlfahrtsverbände (Arbeiterwohlfahrt, Caritasverband, Diakonisches Werk, Paritätischer Wohlfahrtsverband, Deutsches Rotes Kreuz, Jüdische Gemeinde Hamburg) - sind zusammen mit dem AKTIVOLI-Netzwerk und vielen anderen Organisationen die Veranstalter der AKTIVOLI-Freiwilligenbörse.

Auch die AKTIVOLI-Freiwilligenbörse selbst lebt von dem Einsatz vieler Freiwilliger, denen hiermit noch einmal ausdrücklich für ihr Engagement gedankt werden soll.

Für Essen, Trinken und für eine Kinderbetreuung ist gesorgt. Im ersten Stock finden Sie neben vielen Projekten auch interessante Informationsveranstaltungen und kulturelle Darbietungen.

Einen spannenden und informativen Aufenthalt wünschen Ihnen das Vorbereitungsteam, Anja Engelke vom Freiwilligenzentrum Hamburg, Projektkoordinatorin, und

Michael Edele


 
 © Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Hamburg e.V. 2006