Gemeinsam stark sein
Das historisch gewachsene und im Kinder- und Jugendhilfe- sowie im Bundessozialhilfegesetz verankerte Subsidaritätsprinzip sieht vor, dass das staatliche Gestaltungs- und Handlungsmonopol soweit wie möglich gesellschaftlichen Kräften und hier wiederum den Wohlfahrtsverbänden übertragen wird.

Ziel der Subsidarität ist es, das vielfältig vorhandene Fach- und Erfahrungswissen der Bürgerinnen und Bürger einzubinden, die Entscheidungsgewalt zu dezentralisieren und Vielfalt zu ermöglichen.
Indem gesellschaftliche Aufgaben von vielen Organisationen und Initiativen wahrgenommen werden, können wesentliche demokratische Prinzipien wie Transparenz, Mitbestimmung, Kritik und Korrektur gestärkt werden.
Subsidarität sichert somit Ideenwettbewerb und gesellschaftlichen Fortschritt.
Die Hamburger Wohlfahrtsverbände sind Gesprächspartner für Politik und Kultur.
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Gemeinsam stark sein
Aufgabe der Politik ist es, Strukturen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die allen Menschen eine gesellschaftliche Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Aufgabe der Wohlfahrtsverbände ist es, diese Rahmenbedingungen mit Leben zu erfüllen, indem sie über soziale Dienstleistungen Chancen-gerechtigkeit ermöglichen. Zugleich sind sie als Sprachrohr sozial benachteiligter Menschen Anwalt und gestaltende Kraft im Dialog mit Politik und Wirtschaft. Nicht zuletzt stellen sie Angebote und Räume zur Verfügung, die gemeinsames Engagement und Handeln der Menschen ermöglichen – im Dienst einer streitbaren, pluralistisch und sozial ausgerichteten Zivilgesellschaft.
Zwischen Staat und Bürger können die Wohlfahrtsverbände daher eine Moderatoren- und Mediatorenrolle übernehmen. Indem sie politische Entscheidungen in konkretes soziales Handeln umsetzen, wird das Solidaritäts- und Sozialstaatsprinzip für den Einzelnen erfahrbar. Zugleich können dessen Bedürfnisse an die Politik herangetragen und ihr gegenüber vertreten werden. Die Wohlfahrtsverbände nehmen die Interessen der hilfebedürftigen Menschen wahr und bringen sie in die öffentliche Diskussion ein. Ihr sozialpolitisches Engagement richtet sich an Gesetzgeber, Regierung, Verwaltung und Gesellschaft. In dieser Funktion gleichen die Wohlfahrtsverbände partikulare und gesamtstaatliche Interessen aus, fördern das Demokratie- und Politikverständnis und wirken der Politikverdrossenheit entgegen
Das historisch gewachsene und in den meisten Sozialgesetzbüchern verankerte Subsidiaritätsprinzip sieht vor, dass das staatliche Gestaltungs- und Handlungs-monopol soweit wie möglich gesellschaftlichen Kräften und hier wiederum den Wohlfahrtsverbänden und ihren Mitgliedsorganisationen übertragen wird. Ziel der Subsidiarität ist es, das vielfältig vorhandene Fach- und Erfahrungswissen der Bürgerinnen und Bürger einzubinden, die Entscheidungsgewalt zu dezentralisieren und Vielfalt zu ermöglichen. Indem gesamtgesellschaftliche Aufgaben von vielen Organisationen und Initiativen wahrgenommen werden, können wesentliche demokratische Prinzipien wie Transparenz, Mitbestimmung, Kritik und Korrektur gestärkt werden. Subsidiarität sichert somit Ideenwettbewerb und gesellschaft-lichen Fortschritt. Die Hamburger Wohlfahrtsverbände sind Gesprächspartner für Politik und Gesellschaft.
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